Arthur und die Engel

Hallo ihr Lieben, heute wäre ich fast von einer Spinne gefressen worden. In letzter Sekunde konnte ich mich unter einen Stein retten. Als ich am Abend aufgeregt die Geschichte zu Hause erzählt habe, machten alle aus der Familie ganz große Augen.

Nur Opa Ameise ist ganz ruhig geblieben und hat gesagt: „Na da war aber dein Schutzengel am Werk, mein kleiner Arthur“. „Mein Schutzengel“, habe ich gefragt. „Ja klar“, hat er gesagt. „Jeder Mensch , aber auch jedes Tier hat seinen eigenen Engel“. „Ein Engel, was ist denn das?

Klar habe ich schon kurz einmal davon gehört, aber eine so richtige Vorstellung habe ich nicht“. „Naja“, sagte Opa. „Engel sind die Verbindung zwischen Gott und den Menschen. Sie sind Boten des Himmels. Ihr Name kommt aus der griechischen Sprache vom Wort „angelos“ und bedeutet einfach Bote.

Sie kommen auch in verschiedenen anderen Religionen neben dem Christentum vor. So glauben z.B. auch Juden und Muslime an diese besonderen Wesen. In der Bibel gibt es verschiedene Engel mit unterschiedlichsten Aufgaben. Da sind zum Beispiel die Verkündigungsengel in der Weihnachtsgeschichte oder zu Ostern.

Der Erzengel Gabriel ist sozusagen der Chef bei den Engeln. Er verkündet wichtige Sachen für die Menschen. Die haben sich teilweise vor den Engel gefürchtet, weil sie nicht wussten, was sie mit ihrem Glanz und ihren Lichtern anfangen sollten. Es gibt auch Engel, die die Menschen beschützen. Auch Jesus hatte einen Schutzengel. Er heißt Michael und hilft außerdem den Menschen, sich vom Bösen zu befreien.

Wichtige Aufgabe der Engel ist es auch, Gott zu dienen und Ordnung zu bewahren. Sie gehören zu dem Teil der Schöpfung Gottes, die für die Menschen unsichtbar ist. Menschen und Tiere dagegen sind Teil der sichtbaren Schöpfung.

Ein besonderer Engel ist das Satan. Man sagt, dass er sich von Gott abgewendet hat und nun das Böse vertritt. Er ist ein gefallener Engel. Aber zurück zu schönen Seite… Manche Menschen werden auch als „Engel ohne Flügel“ bezeichnet. Das hat damit zu tun, dass sie Gutes für Andere tun, ohne dabei an sich selbst zu denken. Manchmal wird das Wort Engel auch als Kosename für die eigenen Kinder oder den Partner verwendet.

Manche sagen sogar, dass verstorbene Menschen zu Engeln werden, wenn sie ein gutes Leben geführt haben und danach in den Himmel zu Gott kommen.“

„Wie sieht denn so ein Engel aus?“, frage ich Opa Ameise. Er lacht und sagt: „Tja Arthur, ich habe ja auch noch keinen gesehen. Aber ich weiß, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen von diesen himmlischen Wesen gibt. Viele denken, es sind Mädchen mit langen blonden Haaren und großen weißen Flügeln.

Die Namen der Engel sind lustigerweise meistens männlich, wie z.B. Raphael, Michael oder Uriel. Sie enden auf die Endung „el“, was in der hebräischen Sprache „Gott“ bedeutet.

Ich denke, das Wichtigste ist, dass Engel ein ganz großes Herz haben. Manche glauben auch, sie haben einen Heiligenschein und sie werden immer von einem großen hellen Licht umgeben.

Oftmals stellt man sich Engel auch mit Instrumenten vor, wie eine Art Band oder Chor, die Gott im Himmel unterhalten. Vor allem die Schutzengel sitzen auf einer Wolke, beobachten das Geschehen auf der Erde und greifen, wenn notwendig, ins Geschehen ein.

Es gibt da eine schöne Legende. Sie sagt: wenn man etwas vergessen hat und wieder zurück muss, hat der Schutzengel eingegriffen, um einen vor Unglück zu bewahren.

In der Bibel gibt es einen schönen Spruch, den viele Menschen auch als Taufspruch für ihre Kinder nutzen. Er heißt: Und der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten mögen auf allen deinen Wegen.

Jetzt im Advent sind Engel oft z.B. in der Werbung oder als Figuren zu sehen. Außerdem gehören sie zu jeder Weihnachtskrippe. Manche Menschen verwenden Engel auch als Glücksbringer oder sammeln Engelfiguren. Früher gab es sogar mal eine Kinderserie. Die hieß lustigerweise „Arthur der Engel“.

Die Menschen haben sich auch viele Filme mit Engeln für Erwachsene, Lieder oder schöne Sprüche mit den geflügelten Wesen ausgedacht.

Manchmal gibt es auch Darstellungen, in denen ein Engel und ein Teufel auf den Schultern des Menschen sitzen. Sie stehen dann für das gute und das schlechte Gewissen.“

Voll cool der Gedanke, dass neben Gott, der ja bestimmt ganz viel zu tun hat, noch jemand anderes immer auf einen aufpasst und zwar nicht nur jemand auf der Erde wie z.B. Mama und Papa. Heute Abend werde ich auf alle Fälle meinen Schutzengel in mein Gebet mit aufnehmen und vielleicht denke ich mir ja sogar einen Namen für ihn aus.

Ich wünsche euch eine gute Zeit und grüße euch ganz lieb.

Arthur Ameise