MitarbeiterInnen für Christenlehre gesucht!

Wir freuen uns sehr, dass unsere Kindergruppe der Christenlehre in Leutenberg wächst! Es macht viel Spaß in großer Runde. Gerne würden wir noch viel mehr unternehmen und ausprobieren, aber dafür brauchen wir euch!

Du hast Lust mit den Kindern gemeinsam zu singen, zu basteln, unterwegs zu sein und ihnen zu zeigen, dass es bei uns in der Gemeinde bunt und lebendig zugeht?

Jede Mitarbeit wird gern angenommen und wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit.

Meldet euch bei Pfarrerin Zeppin und wir sprechen über individuelle Möglichkeiten!

Arthur und der Ewigkeitssonntag

Hallo liebe Menschenfreunde,

wie ihr lest, geht es heute wieder um einen besonderen Festtag in der Kirche. Leider ist es diesmal aber ein eher trauriger Tag.

Letzte Woche Montag kam ich freudestrahlend gemeinsam mit meinem Freund Anton Ameise aus der Schule, denn ich hatte in Sport eine Note 1 erhalten. Schon vor unserem Ameisenhaufen kam mir meine Mama entgegen und ich merkte, dass sie sehr traurig war. Erst einmal sagte sie uns, dass Anton jetzt nach Hause gehen muss und wir heute leider nicht zusammen spielen können. Mama und ich setzten uns dann gemeinsam aufs Sofa und sie nahm mich bei der Hand. Sie musste mir sagen, dass Uroma Ameise gestorben ist und jetzt hoffentlich im Ameisenhimmel sei. Ich konnte das Alles gar nicht so schnell begreifen. Mein geliebte Uroma ist jetzt nicht mehr hier bei uns. Sie wird mir keine Geschichten mehr erzählen, mir keine Socken mehr stricken und mir auch kein leckeres Essen mehr kochen. Das kann doch nicht stimmen. Ich rannte erst einmal in mein Zimmer und wollte alleine mit mir und meinem Schmerz sein. Ich legte mich in mein Bett und fing ganz laut an zu weinen.

Später als es schon dunkel war und langsam auch Ruhe in unserem wuseligen Ameisenhaufen einkehrte, kam Opa Ameise zu mir und er wusste wie immer etwas zu erzählen. Auch er hatte Tränen in den Augen, denn schließlich war ja gerade seine Mutter gestorben, aber er fand trotzdem die richtigen Worte. Er erzählte mir also etwas zum Sterben und zum Tod, aber auch der Hoffnung darüber hinaus und den Ewigkeitssonntag. Opa Ameise erzählte: Mein lieber Arthur. Das Sterben und der Tod gehören zu jedem Leben dazu, egal ob bei uns Ameisen, bei anderen Tieren oder auch bei den Menschen. Auch, wenn das hart ist, kein Lebewesen kann ewig auf der Erde leben und muss sterben. Das hat sich Gott so ausgedacht. Die große Frage, aber auch Hoffnung ist es, wie es und dass es nach dem Leben hier auf der Erde irgendwie weitergehen kann, in einer anderen Welt bei Gott. Diejenigen Ameisen oder Menschen, die zurück bleiben auf der Welt sind immer erst einmal ganz traurig über den Tod, denn sie können den Verstorben ja nicht mehr bei sich haben. Sie können ihn nicht mehr hören, sehen, riechen, anfassen, nicht mehr mit ihm lachen. Dazu haben sich die Menschen schon vor sehr sehr vielen Jahren überlegt, dass es oft in der Nähe von Kirchen Friedhöfe gibt.

Ein Friedhof ist eine Art Garten, in dem die Toten in Gräbern ihre letzte Ruhe finden. Vorher gibt es für die verstorbenen Menschen meistens noch eine Trauerfeier, bei der Freunde und Familie zusammenkommen, um sich von dem Toten zu verabschieden. Der Pfarrer oder ein Trauerredner hält dann eine Rede, die nicht immer traurig sein muss und die an das Leben des Toten erinnert. Dann werden Menschen in einer Urne oder in einem Sarg beerdigt. Die Angehörigen kümmern sich dann um das Grab, lassen einen Grabstein anfertigen, pflanzen zum Beispiel Blumen oder stellen Engel oder andere Symbole darauf. Sie möchten damit zeigen, dass sie den Verstorbenen auch weiterhin in ihren Herzen tragen und ihn nicht vergessen. Aber auch Menschen, die allein waren und keine Verwandten hatten oder kein Grab wollten, bekommen eine letzte Ruhestätte.

In Deutschland gibt es da zum Beispiel das Kolumbarium, das ist eine Art Schrank für die Urnen. Oder manche Menschen möchten auch einen Platz an einer Stele. Das ist eine Säule mit dem Namen dran. Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie Menschen bestattet werden können – zum Beispiel im Meer oder in einem Wald. Für euch Menschen jedenfalls ist selbst der Tod mit ganz viel Mühe, Papierkram und auch Geld verbunden. Jeder geht aber anders mit dem Thema um. Der eine möchte in Ruhe und allein trauern, andere freuen sich, wenn liebe Mitmenschen mittrauern. Die Menschen sprechen sich dann Beileid aus und zeigen so, dass auch sie traurig über den Tod sind. Oftmals werden dann auch Karten geschrieben.

Für die Erinnerung an die Toten gibt es in jeder Kultur einen besonderen Festtag im Jahr. In Mexiko wird dieser ganz bunt und lustig gefeiert. Hier in Deutschland ist es ein stiller Feiertag. Die Menschen erinnern sich am Totensonntag an ihre Verstorbenen. Sie gehen dann zum Friedhof und schmücken die Gräber besonders festlich. Meist gehört dazu das Bedecken der Erde mit Tannengrün als Symbol für die Hoffnung. Vielen Gräber sind dann auch mit einem Kranz oder Herz als Symbole für die Ewigkeit und die Liebe geschmückt. Familien besuchen dann oft gemeinsam den Friedhof oder auch den jeweiligen Gottesdienst.

Der Totensonntag ist der letzte Sonntag im November bevor dann die schöne Adventszeit und damit das neue Kirchenjahr beginnt. Vorher schmückt man auch sein Haus nicht mit Weihnachtssachen. Mama sagt, dass sich das nicht gehört. Der Sonntag heißt auch Ewigkeitssontag, weil die Christen auf die Wiederkunft Christi und das Leben im Reich Gottes vorausblicken. Opa kann mich auch ein bisschen beruhigen, als ich ihn frage, wo Uroma Ameise denn jetzt ist. Er sagt, dass sie jetzt bei Gott in einem neuen Leben ist und dass wir alle hoffen, dass wir nach unserem Tod auch dorthin kommen. Das ist das Schöne am christlichen Glauben. Wir glauben, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist.

In der Kirche spricht der Pfarrer über das Gleichnis von den 10 Jungfrauen, die sich unterschiedlich auf das Wiederkommen Jesu vorbereiten. Wer mit Jesus befreundet ist, kommt in den Himmel. Und Opa denkt, dass es da ganz schön sein kann, auch wenn er das natürlich, wie alle anderen Lebenden, nicht wissen kann. Opa und ich gehen gemeinsam nach draußen und schauen in die Sterne. Vielleicht sitzt Uroma Ameise ja tatsächlich da oben auf ihrer Wolke und schaut auf unser herunter. Vielleicht strickt sie ja auch Strümpfe und schickt den einen oder anderen Schutzengel zu uns. Vielleicht hat sie mir sogar ein klitzekleines bisschen bei meiner 1 im Sportunterricht geholfen. Und plötzlich können Opa und ich sogar schon ein bisschen lächeln über die schönen Erinnerungen. Und irgendwann, da sehen wir uns sicherlich im Ameisenhimmel wieder und wir haben uns ganz viele tolle Dinge zu erzählen.

Ich hoffe, ihr seid gerade nicht traurig und müsst nicht um einen geliebten Menschen oder ein geliebtes Haustier weinen und trauern. Und wenn doch, dann denkt daran, dass der Tod hier auf Erden nicht das Ende ist. Die Erinnerung an einen geliebten Menschen oder eine geliebte Ameise und die Hoffnung auf ein neues Leben mit und bei Gott sind das, was für uns zählt.

Liebe Grüße und bis bald im Advent

Euer Arthur Ameise

Musikalische Adventsandachten – ein Ausblick

Auch in diesem Jahr wird es wieder in allen unseren Kirchen adventlich werden. Mit viel Musik zum Hören und Singen, adventlichen Texten und kleinen Köstlichkeiten können Sie sich wieder auf das Weihnachtsfest einstimmen lassen.

Die Termine:

  • 1. Advent 03.12. 17.00 Uhr in Schmiedebach
  • Freitag 08.12. 18.00 Uhr in St. Jakob
  • Samstag 09.12. 17.00 Uhr in Lehesten
  • 2. Advent 10.12. 17.00 Uhr in Leutenberg
  • Freitag 15.12. 18.00 Uhr in Schweinbach
  • 3. Advent 17.12. 17.00 Uhr in Steinsdorf
  • Freitag 22.12. 18.00 Uhr in Herschdorf

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Reise durch unsere Kirchen und den Advent.

Adventsbasteln

Sie wollen kreativ in die Adventszeit starten? Sich einstimmen, kleine Geschenke und Ideen entdecken, einfach mal etwas ausprobieren und nebenbei etwas für unseren Weihnachtsmarktstand machen… all das wollen wir gemeinsam tun.

Wir treffen uns am 28. November um 17.00 Uhr im Gemeinderaum im Pfarrhaus in Leutenberg. Gerne können Sie auch Ihre Ideen und Material mitbringen, es wird aber auch einiges zu entdecken geben.

Wir sind gespannt auf die kreativen Ergebnisse und guten Gespräche bei einer Tasse Tee!

Rückblick: Martinstag in Lehesten und Leutenberg

Am 10. und 11. November haben wir in Lehesten und Leutenberg dem Heiligen Martin von Tours gedacht und mit unseren Laternen Licht mit den Kindern durch die Orte getragen. Vielleicht ist es in den Herzen der Menschen ja auch ein bisschen heller geworden. Das wäre auf jeden Fall ganz im Sinne von Martin gewesen, der bekanntlich besonders um die Armen und Einsamen in seinem Umfeld besorgt war.

Er teilte seinen Mantel mit einem Bettler, so wie wir das Licht! Nach der Andacht in den Kirchen mit einer wunderbaren Martinsgeschichte, Liedern und guter Stimmung, gab es dann auch die Martinshörnchen, natürlich zum Teilen!

Herzlichen Dank an alle, die mit vorbereitet, begleitet, abgesichert und einfach mit gefeiert haben.

Friedensdekade 2023

Die Friedensdekade steht in diesem Jahr unter dem Motto „sicher nicht – oder?“.

In den Andachten werden die aktuellen Verunsicherungen aufgegriffen, die in Gesellschaft, Politik und Kirche spürbar sind. Nach drei Jahren Pandemie, Klimakatastrophen, dem Krieg in der Ukraine, der Energiekrise und dem Kaufkraftverlust sind viele Menschen verunsichert, was ihre Zukunft betrifft.

Bislang Selbstverständliches wird nicht mehr als sicher wahrgenommen, wie etwa das Zusammenleben in einem friedlichen Europa. Versprochen wird mehr Sicherheit durch verstärkten militärischen Schutz. Aber ist Frieden durch Waffen und Aufrüstung wirklich langfristig sicherzustellen? Diesen Fragen, aber auch, wie Zuversicht gestärkt werden kann, wollen wir an den Abenden nachgehen.

Deshalb laden wir ein vom 13. bis 17. November und vom 20. bis 22. November abends 18.00 Uhr in die Leutenberger Stadtkirche.

Martinstag

Die Tage werden kürzer, die Abende länger und dunkler. Deshalb sind bald wieder die Laternen unterwegs durch unsere Orte.

Fröhlich singen, leuchten und wie St. Martin es vorgemacht hat: teilen, wollen wir am 10. November, 17 Uhr, da starten wir an der Schule in Lehesten und ziehen dann zur Kirche zur Martinsandacht.

Ebenso am 11. November, 17.30 Uhr starten wir am Friedhof in Leutenberg und ziehen zur Kirche zur Martinsandacht.

Im Anschluss wird es in beiden Orten Hörnchen zum Teilen geben!

Rückblick: Gottesdienst zum Reformationstag „Hallo Luther“

Zum Reformationstag wollten wir mal ganz in lutherischer Manier in christlicher Freiheit unterwegs sein und uns rund um Reformation und Halloween ausprobieren und schlau machen.

Junge und ältere Gottesdienstbesucher haben Thesen an die Tür vor der Kirche angeschlagen, Ablassbriefe erworben und sie auch wieder verbrannt. Sie haben sich über die interessante Symbolik der Lutherrose belesen und eine gestaltet. Wir haben natürlich auch mit der Feder zu schreiben probiert, was gar nicht so einfach ist.

Richtig Gedanken haben sich auch einige an der Station der Taufe gemacht, die Martin Luther so wichtig war. „Was sagen Sie sich, wenn es mal richtig schwierig wird?“ Ist es „Ich bin getauft!“ wie bei Luther und was hat ihn daran gestärkt?

Wer erst einmal genug getan und gelesen hatte, ist dann zu der Versorgungsstation gekommen.

Dort war natürlich nicht nur genug zur Stärkung vorhanden, sondern man konnte sich auch schlau machen, was Reformationstag und Halloween gemeinsam haben. Mit etwas Kürbissuppe in der einen und einem Reformationsbrötchen in der anderen Hand entstanden tolle Gespräche und eine offene Stimmung für Jung und Alt.

Wir freuen uns, dass dieser Tag ein richtiges kleines Lutherfest war, das wir gerne wieder einmal feiern würden!

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Monatsspruch für November

„Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meeres. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.“

Hiob 9,8f

Hiob singt ein Lied auf Gott – ausgerechnet er, der doch alles verloren hat! Er weiß wohl, dass Gott alles gemacht hat, die Sterne, die Erde. Berge kann er versetzen, er hält die Welt in seinen Händen.

Aber dann kommt der Haken an der Sache: Gerecht ist Gott nicht! Gerecht müsste doch bedeuten, es gibt einen Zusammenhang von dem was ich tue und dem, wie es mir ergeht. Hiob ist immer ein frommer Mensch gewesen. Natürlich fragt er sich, warum Gott ihn nicht dementsprechend spüren lässt, wie sehr ihm das gefällt. Im Gegenteil, er muss leiden und hat alles verloren. Wäre Gott gerecht, gäbe es doch einen Grund dafür, eine Antwort auf die Frage nach dem Warum.

So gerät Hiob fast in einen Streit mit seinen Freunden, die eine Schuld bei Hiob suchen, er aber alles von sich weißt. Die Frage nach dem ist offen.

Und so entsteht eine Lücke, die kaum zu ertragen ist. Für Hiob, seine Freunde, uns. Bis heute. Immer wieder wird die Frage „Warum?“ gestellt, wenn Menschen einen Schicksalsschlag erleiden, sie zweifeln und ihre Werte ins wanken geraten.

„Warum?“ und keine Antwort. Diese Lücke lässt Menschen hilflos und handlungsunfähig zurück. Wegen ihr kämpfen Menschen mit Gott und wenden sich von ihm ab. Hiob wählt einen anderen Weg. Er versucht einen anderen Blickwinkel einzunehmen und Gott als den Schöpfer zu sehen. Was er sieht, bringt ihn zum Singen: „Er allein breitet den Himmel aus!“

Und ich frage mich: Wenn ich mein Bild von einem gerechten Gott aufgeben muss, wenn ich auf mein Frage nach dem Warum keine Antwort bekomme, egal wie lang ich feilsche, hilft es dann den Schöpfer und seine Schöpfung ins Spiel zu bringen?

Ich stelle mir vor, wie Hiob in den Sternenhimmel schaut. So wie auch ich oft. Unvorstellbare Weite, Dunkelheit, Ruhe. Und dann sind da Sterne, sie bilden Muster, die ich nicht verstehe. Hat Gott sie in den Himmel geschrieben?

Ich spüre angesichts dieser Weite des Himmels, der Weite der Zeit und Ewigkeit, kommt die Frage nach dem Warum an ihre Grenze. Sie und jeder der sie stellt wird einmal enden. Dass sie ohne Antwort bleibt verliert ihre Schwere. Wenn das Kämpfen und Fragen und Klagen aufhört, entsteht ein unscheinbarer Moment, der doch strahlt, der tröstet. In dem ich mich vielleicht halten lassen kann. Von einem schöpferischen Gott, der sich nicht messen und erfragen lässt. Und doch lädt er immer wieder ein, mit Augen und Gedanken den Himmel abzufahren. Großer Wagen, Orion, Siebengestirne, Stern des Südens, Weite und Stille. Er hat sie gemacht, mit seinen Händen.

Hände, die mich umfangen, jenseits aller Fragen, davor und danach.

Dass Sie diese Gewissheit spüren, wünscht
Ihre Pfarrerin Sarah Zeppin.