Palmsonntag, wann war das eigentlich?
Er steht vor der Woche mit den Osterfeiertagen im Kalender. Bevor wir richtig feiern, kommen noch ein paar Tage, die an die letzten Stunden erinnern, die Jesus in Jerusalem erlebt hat.
Ein letztes Mal sitzt er mit seinen Freunden und Begleitern zusammen und feiert das mit Brot und Wein, so wie es die jüdische Tradition ist. Dann geht er in die Stadt. Auf einem Esel reitend wird er von den Menschen begrüßt. Palmwedel breiten sie vor ihm aus.
Sie erwarten den Mann, der sie endlich von der römischen Besatzungstruppe befreien wird. Doch die Enttäuschung ist groß. Jesus predigt Vergebung statt Hass. Er wird als Betrüger verurteilt und am Kreuz aufgehängt, damit er einen qualvollen Tod stirbt.
Aus ist es mit der Liebe, die stärker ist als der Tod – oder? Aber das hat Zeit bis Ostersonntag. Davor bringen Palmsonntag, Gründonnerstag und Karfreitag diese Geschichten auf die Kirchenkanzeln.
In der Passionsmusik, zu der der Posaunenchor Leutenberg für Sonntag, den 29. März um 10:00 Uhr in die Leutenberger Stadtkirche einlädt, werden Stücke erklingen, die nachdenklich an dieses Schicksal erinnern.
Zu hören ist unter anderem eine Ballade des 1971 geborenen Kirchenmusikers Traugott Fünfgeld. Eine Trauermusik des englischen Musikers Henry Purcell (1659-1695), die er anlässlich der Beerdigung von Königin Mary II. von England geschrieben hat, erinnert uns daran, was trotz Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit wichtig bleibt: „Barmherziger Heiland … führe uns nicht in Versuchung in unserer Todesstunde, dass wir dich nicht verlassen!“
Denn dieser Anker im Leben schenkt Hoffnung. Der Hinweis auf das Licht des Osterfestes und das, was uns vereint, leuchtet auf, wenn wir mit dem Vers eines beliebten Oster-Liedes singen: „Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün!“ Und das immer wieder neu.
